Wer seinem Pferd dauerhaft Gutes tun will, kann in den neu aufgelegten "Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten" nachlesen, auf was er dabei grundsätzlich achten sollte. Auch auf die Zahngesundheit...

Dafür hat die Sachverständigengruppe des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) auf 31 Seiten den aktuellen Stand zum Thema Pferdehaltung zusammen getragen.

Unter den Experten sind unter anderem die Verhaltenswissenschaftlerin Dr. Margit Zeitler-Feicht sowie der Chefveterinär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Dr. Michael Düe.

Die Grundbedürfnisse der Equiden haben sich in den 5000 Jahren ihrer Domestizierung kaum verändert und zwar unabhängig von ihrer Nutzung, wie die Pferdefachleute betonen: viel Licht, Luft, Sozialkontakt, freie Bewegungsmöglichkeit und das richtige Futterangebot sind noch immer die unablässigen Grundpfeiler einer art- und tierschutzgerechten Haltung.

Daher wollen die Verfasser die Leitlinien als grundlegende Basis für alle Pferdebesitzer verstanden wissen. Neben den essentiellen Bedürfnissen von Equiden wird ebenso auf Haltungsformen, Herdenmanagement, bauliche Voraussetzungen und das richtige Stallklima Bezug genommen.

Erstmals wurden die Leitlinien das erste Mal 1995 vom BMELV herausgegeben. Nun liegen sie in der überarbeiteten Ausgabe gratis zum Download bereit und bilden ein wertvolles Fundament für jedwede Pferdehaltung.

Unter anderem ist in der Leitlinien zu lesen:

2.2.3. Tierärztliche Versorgung

Der Pferdehalter muss durch eine artgemäße Haltung, Ernährung und Pflege zur Gesunderhaltung
der Tiere beitragen. Bei Erkrankung oder Verletzung eines Pferdes ist rechtzeitig
ein Tierarzt hinzuzuziehen. Bei alten Pferden ist häufig ein erhöhter Pflege- und Therapieaufwand
erforderlich (z. B. altersgerechte Fütterung, zweimal jährlich Gebisskontrollen,
regelmäßige Zahnsanierung).

Darüber hinaus müssen Pferde zur Gesunderhaltung regelmäßig entwurmt werden. Um eine
gezielte, planmäßige Behandlung sicherzustellen, dürfen Wurmkuren nur in Absprache mit
einem Tierarzt durchgeführt werden.

Gegen Infektionskrankheiten gilt es ebenfalls Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen. Neben
einer guten Bestands- und Haltungshygiene ist hier v. a. die aktive Immunisierung gegen
beim Pferd häufig auftretende Krankheitserreger zu nennen. Wegen der besonderen Empfänglichkeit
des Pferdes für Wundstarrkrampf ist die Impfung gegen Tetanus aus Tierschutzsicht
geboten.

Zu einem guten Haltungsmanagement gehört auch eine einmal jährlich durchzuführende
Kontrolle der Zähne.

Der gesamte Text ist hier nachzulesen

Quelle:

Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Referat Tierschutz
Postfach, 53107 Bonn
Internet: www.bmelv.de

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